Taijiquan und seine heilerisch-therapeutischen Wirkungen

In diesem Kurs setzen wir die Betrachtung der unterschiedlichen Taijiquanbilder aus den Formen des Chenstils nach GM Chen Xiaowang fort. Einstieg jederzeit möglich, auch wenn andere Stile praktiziert werden.

Neben der praktischen Erarbeitung unterschiedlicher Bilder aus der Form werden diese auch von Meister Jan Silberstorff in seinen Energieverläufen erklärt, demonstriert und zudem wird jeder Teilnehmer einzeln korrigiert.

Dazu gibt es jede Menge spannendes Wissen und diverse Weisheiten der Daoisten aus dem reichaltigen Schatz des Qigong-Meisters Joachim Stuhlmacher. Er übt seit mehr als 35 Jahren diese Methoden und hat sich seit mehr als 20 Jahren auf das Gebiet der Theorie + Praxis der Organsysteme, der Seelenwesen und der Tugenden/Emotionen spezialisiert.

Fragen zum Kurs oder Anmeldungen bitte unter www.wctag.de

Herbstwoche in der LVHS-Freckenhorst

Der Ausbildungsleiter der Dao-Akademie wird den Teilnehmern einen ersten Einstieg in die Welt des Qigongs und der Klassischen Chinesischen Medizin (KCM) bieten.

Neben einfachen, aber effektiven Atemübungen (wichtig für das Immunsystem + Corona), wird die Idee des Herbstes und die Auswirkungen des Herbstes auf Körper und Seele (aus Sicht der KCM) erläutert.

Praktische Sequenzen wechseln sich mit Theorieeinheiten ab.

Mitzubringen ist ein OFFENER GEIST und die Bereitschaft an sich zu arbeiten…!

Die Veranstaltung ist anerkannt als Bildungsurlaub.

Infos und Anmeldungen über die LVHS-Freckenhorst, Frau Ziaja, Tel.: 02581-9458228

Qigongkurs: Innere + äußere Kultivierung

Heute geht es um einen sehr wichtigen Aspekt in den daoistisch-buddhistischen Traditionen der inneren und äußeren Kultivierung. Auch wenn es durchaus unterschiedliche Formen angenommen hat, so haben alle alten (klassischen) Traditionen immer, neben der inneren Kultivierung (Alchemie) auch die äußere Kultivierung gelehrt und betont, dass es ohne sie keine langanhaltenden Erfolge in der Kultivierung überhaupt geben kann.

Doch wie eng sind diese beiden Aspekte miteinander verbunden? Nun, wenn du beispielsweise durch Meditation versuchst, deinen Geist, dein Gemüt zu beruhigen und die dir innewohnende Seele stärken möchtest, musst du auch im äußeren Leben (Alltag) dafür sorgen, dass du ruhig, klar und mitfühlend, ja liebend agierst. Denn tust du dies nicht, so wird deine Seele wieder geschwächt, dein Geist wieder unruhig und dein Herz neblig und verschlossen.

Also sind z.B. deine Berufswahl und dein Vorankommen in der Gesunderhaltung deines Körpers, der Stärkung deines Qi und der Förderung deines spirtuellen Voranschreitens eng miteinander verbunden. Wenn du in deinem Beruf unrechtes tust, du andere Leute ungerecht behandelst oder das Ziel deines Jobs die Ausbeutung bestimmter Lebewesen ist, dann schadet dies deiner körperlichen wie geistigen Gesundheit.

Umgekehrt hilft dir ein mitfühlendes, liebendes Verhalten in einem den Wesen zum Wohle ausgerichteten Berufes dich selbst zu stärken, zu fördern und deine Seele stärker zum Leuchten zu bringen.

Die innere Alchemie findet nach folgender Idee statt:

1. Dein Jing (Xing <> Körper, Jing <> Substanz/Essenz) wird gestärkt <> dadurch entsteht eine größere körperliche Gesundheit; diese ist wichtig, damit du Teile des Überschusses an Jing transformieren kannst in Qi. Diese Stärkung erfolgt über Übungen, die wir heutzutage Qigong, Taijiquan nennen. Dazu gehören auch – falls richtig verstanden und eingesetzt – Bewegung wie etwa im radfahren, schwimmen, walken etc..

Mit richtig verstanden und eingesetzt ist gemeint, dass du die Prinzipien der Alchemie verstanden hast (Aktivierung und Mehrung von Yang-Qi > wenn ich es auf 1 Satz reduzieren soll) und diese Bewegungsmethoden nicht zur Ausbeutung deines Qi benutzt durch “zu viel” und dadurch, dass du auch bei diesen Methoden mit deiner Aufmerksamkeit, deinem Geist dabei, anwesend bist. Du merkst, auch hier, ist es von Beduetung, wie (offen und positiv beispielsweise) deine Einstellung zum Leben ist und in welche Richtung du deine “Gier” einsetzt. Wenn du sie ins Äußere richtest, magst du äußerlich vielleicht reich werden, innerlich aber immer mehr verarmen).

Wünsche und “Gier” (Neu-Gier ;-)) sollten immer als Ziel die Erleuchtung, die Heilung der Seele, den spirituellen Fortschritt in sich tragen. Dann hilfst du dir selber voranzukommen. Bleibst du auf´s Äußere gerichtet, dann schadet es dir auf Dauer, denn der materielle Erfolg stärkt deine Seele nicht und nur nach ihrer Strahlkraft entscheidet sich, wohin du wieder geboren wirst und /oder ob du gar ganz aus diesem Kreislauf aussteigen kannst.

Die wichtigste Voraussetzung für diesen 1. Schritt ist Entspannung/Song. Doch der chinesische Begriff meint weit mehr als nur entspannen. Er meint kockern, lösen, öffnen, weit werden lassen, loslassen auf allen Ebenen des Mensch-Seins, meint Körper, Qi und Seele. Deshalb auch die Forderung eines guten Lebens im Alltag.

2. Wenn dein Qi stärker und mehr wird, werden sich weitere Meridiane und in ihnen wichtige Akupunkturpunkte öffnen. Diese Öffnungen sind wichtig zur Förderung deiner köperlichen Gesundheit, aber auch um heilende Wirkungen auf die Psyche ausüben zu können. Wenn immer mehr Meridiane (und andere Energiegefäße) sich öffnen, dann kannst du Qi transformieren in Shen.

Hier wird die Ruhe, die Stille (Jing) immer wichtiger.

Und hier verdeutlicht sich noch viel mehr die Wichtigkeit dessen, was wir im Alltag tun. Denn wenn wir in unserem gelebten Alltag ständig Ärger haben, wütend sind, vom Ehrgeiz angetrieben werden, riesige Ängste haben, ständig anderen die Schuld geben, uns aufregen…, dann können wir in uns niemals Ruhe einkehren lassen, niemals! Auch nicht zu unseren Übungszeiten.

Qigongkurs – Die Begriffe Qi + Gong

Ich möchte heute ein wenig auf die Bedeutung der Begriffe Qi + Gong eingehen, da sie für ein Verständnis, was wir tun wollen und sollen, sehr hilfreich sind.

QI

ist ein sehr schwer zu beschreibender und mit verständlichem Inhalt zu füllender Begriff. Ihr werdet Übersetzungen kennen wie Dampf, Atem, Vitalität, Energie, Lebenskraft, Lebensenergie uvm.. Doch mal ehrlich, helfen uns diese Übersetzungen wirklich?? Ich denke NEIN!

Qi, so heißt es in daoistischen Klassikern durchströmt das gesamte Universum und ist das Bindemittel, der Klebstoff zwischen Materie (Jing) und Geist/Seele (Shen). Damit wir auch wirklich Qi-Gong praktizieren, müssen wir das Qi erreichen, wir müssen es fühlen, spüren und dann mit dem, was wir spüren arbeiten. Alles was lebt trägt Qi in sich, selbst Berge oder das Meer. Diese Kraft durchströmt den gesamten Kosmos und so natürlich auch unsere Umwelt und uns selbst.

Daraus folgt, spüren wir kein Qi beim Üben, ist es kein Qigong, es kann kein Qigong sein. Deshalb zu Beginn auch schon Übungen, um empfindsamer zu werden, locker zu werden und insbesondere offener im Geist zu werden. Alles im Universum ist vernetzt, so wie alles in unserem Körper vernetzt ist. Nichts steht getrennt für sich und losgelöst vom anderen. ALLES IST EINHEIT. Und dass müssen wir nicht intellektuell verstehen und uns sagen, sondern wir müssen es spüren und erfahren.

 

GONG

wird oft übersetzt mit Arbeit, Bemühen, Beharrlichkeit, beackern, sich fürchterlich den A…. aufreißen, um etwas zu erreichen (verzeiht meine deutliche Sprache, aber es ist ein sehr passendes Bild!! ;-)). Ihr werdet später klarer verstehen, warum dieses Bild so passend ist.

Also, unser üben mit einer so subtilen, unsichtbaren Kraft QI ist, schon angekündigt, schwer, mühsam und anstrengend. Na super, werden jetzt einige denken. Aber das ist wahr. Wer sich nicht anstrengen möchte, der sollte sich schnellstens etwas anders suchen, denn euer Bemühen wird keine Früchte tragen, da ihr euch eben nicht bemüht…;-)! Doch was genau verstehen wir unter Mühe, Anstrengung, GONG??

Nun, es beginnt damit, dass ihr euch nicht scheut, jeden Tag zu üben!!! Kein Tag Pause, keine Ausrede, keine Müdigkeit, keine anderen Probleme, die grad wichtiger sind! Ihr übt täglich, Punkt! Ihr werdet sehr schnell erfahren, wie viel Gong es allein für diesen einen Punkt bedarf!

Doch es kommt noch viel schlimmer…;-)! Ihr bleibt, meinetwegen nach einer gewissen Entscheidungszeit, wo ihr verschiedene Systeme ausprobiert habt, bei einem System, bei einer Sache. Ich kenne so viele Menschen, die praktizieren Pilates, Yoga und Meditation. Oder Qigong, Taijiquan und Feldenkrais. Oder autogenes Training, Sport und Qigong. oder, oder, oder. Andere bleiben tatsächlich in einem System, doch innerhalb dieses Systems praktizieren sie 10 oder noch mehr unterschiedliche Formen. Es spricht nichts dagegen, innerhalb eines Systems alles aus diesem System zu praktizieren, doch dazu müsst ihr, zumindest was klassische Systeme angeht, mindestens 8 Stunden am Tag üben.

Dies bedeutet, GONG ist es schon, sich auf das, was man realistischerweise praktizieren kann zu reduzieren und dieses Wenige (Weniger ist mehr!!!) tagtäglich zu praktizieren.

Wenn ihr diese Gongs erfolgreich verteidigt und praktiziert habt, dann werdet ihr genauso schnell feststellen, dass gerade das tägliche Praktizieren EINER Sache, kann schön schmerzhaft sein kann, in vielerlei Hinsicht. Ihr könnt tatsächlich körperliche Schmerzen bekommen. Bekannte oder euch unbekannte, das ist egal. Sie werden bei gutem Üben auftauchen. Es werden Zweifel in euch wachsen, aufsteigen. Ihr werdet Trauer, Wut oder andere Emotionen erfahren, vielleicht sogar stärker als je zuvor. Und wenn eure Reaktion darauf (was absolut richtig wäre!!!) dann noch mehr üben ist, dann können die Schmerzen oder die Unpässlichkeiten ebenfalls noch stärker werden.

Wahres GONG bedeutet, sich niemals und unter keinen Umständen abschrecken und abhalten zu lassen vom eigenen Üben. Egal, wie weh es tut, körperlich oder geistig-seelisch.

Also, stürzt euch ins Gong, denn es macht trotz aller Widrigkeiten, die unbedingt dazu gehören, unglaublich viel Spaß…;-)

Wirkt Heilfasten?

das war die Frage einer Redakteurin von T-Online, die im Selbstversuch unter ärztlicher Begleitung 1 Woche fastete. Zuvor hatte sie schon 1 Jahr lang Intervallfasten und 6 Monate Low-Carb-Food in ihr Leben integriert. DESHALB schon zu Beginn ein Minus an Muskelmasse, mit dem die junge Redakteurin angetreten ist, denn durch diese Arten der Ernährung steht der Körper immer in einer Art Mangelzustand und baut wichtige und gesunde Muskelmasse ab, da er keine Kohlehydrate bekommt bzw. durch den langer Nicht-Essen-Zeitraum Stress entwickelt, ob er überhaupt genug Nährstoffe etc. (Jing und Qi) bekommt.

Nach dem 7-tägigen Fasten wurde wiederum gemessen und die Muskelmasse hatte nochmals abgenommen, währen der Fettanteil des Körpers kaum weniger geworden war. Nach drei weiteren Wochen normalem Essen war die gesunde Muskelmasse wieder angewachsen und der Fettanteil mehr verringert als beim Fasten selber.

Spannend für mich als Anhänger der KCM war die Tatsache, die schulmedizinisch nur am Rande erklärt wurde, dass die Redakteurin ab dem 4. Tag wirklich gut gelaunt bis euphorisch war. Dies erlärte die betreuende Medizinerin mit der Ausschüttung von Hormonen wie Seratonin u.A., die Glücksgefühle hervorrufen können.

Wir erklären das mit dem Start der Deckung der notwendigen Menge an Energie (Qi) für den Alltag durch die 2. Batterie des Körpers, die gefüllt ist mit Ursprungs-Qi (Yuan-Qi). Diese mächtige Power, die dann entsteht, ist dieselbe Energie, mit der Krankheiten geheilt werden oder mit der der Orgasmus so geil rüberkommt.

Die Klassische Chinesische Medizin will genau diese Energie, dieses hochfrequente Qi unter allen Umständen möglichst lange bewahren STATT damit zu aasen.

Deshalb sind sie gegen das reine Fasten (es sei denn begleitet von intensivem Üben – Bigu genannt), aber auch gegen zu lange Zeiten des Hungerns. Aber es gibt an bestimmten Tagen sehr wohl die Empfehlung, abends nichts zu essen, aber eben nicht über Wochen oder gar Monate.

Normalerweise sollte abends wenig gegessen werden. Der alte Spruch meiner Oma “Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Schwienemajor!” drückt dieses alte Wissen wunderbar aus.

Außerdem spannend war auch in diesem Zusammenhang, dass die Redakteurin im anschließenden normalen Essen mit kohlehydratreicher Kost nicht mehr ohne Frühstück das Haus verließ. Wie klug und passend! 😉

Generell bestätigt sich immer wieder die seit Jahrtausenden geltenden Ernährungsregeln der alten Daoisten.